19. Mai, 2016

Tiefer innerer Friede

Nach etwa fünf Minuten kam Thomas zurück und sagte: „Komm, lass uns gehen. Der Pastor und einige Älteste warten auf uns. Wir hätten den Moment nicht besser abpassen können.“ Ich stand auf und gemeinsam stiegen wir die Treppe zum Gemeindebüro hoch.

   Ehrlich gesagt hatte ich mir keine rechte Vorstellung davon gemacht, was mich eigentlich nun dort oben erwarten würde. Aber wenig später saß ich im Pastorenzimmer auf einem Stuhl dem Pastor gegenüber und erzählte ihm nun auch noch mal kurz meine Bekehrungsgeschichte (hier anclicken)

  In der Nähe standen drei Männer mittleren Alters, die Ältesten der Gemeinde, und Thomas und hörten ebenfalls zu. Alle Anwesenden strahlten eine gewisse gelassene Ernsthaftigkeit aus, was vielleicht auch ein wenig daran lag, dass vier Bartträger unter ihnen waren. Ich war nicht eingeschüchtert, aber schon etwas beeindruckt.

Als ich meine Geschichte beendet hatte, sagte Gerhard B., der Pastor: „Eine ungewöhnliche Geschichte! Preis den HERRN, er hat ein großes Wunder getan … aber sag mal, Heiner, ist mit dir schon wegen der esoterischen und okkulten Sachen für dich gebetet worden?“

   Ich erzählte ihm die Geschichte von der nächtlichen  Wohnungssäuberung (anclicken) und das Mike und Uli auch schon für mich gebetet hatten. „Nein, das meine ich nicht, sagte Gerhard B. … ich meine ob du schon Buße über deine Verfehlungen getan hast und ein Lossagungsgebet erfolgt ist.“ Ich schaute etwas irritiert an: „Buß- und Lossagungsgebet?“

„Ja“, fuhr Gerhard B. fort, „Totenbefragung und Umgang mit Astrologie und anderen magischen Dingen wird in der Bibel als schwere Sünde vor Gott bezeichnet. Aber wenn wir sie ihm bekennen, ist er treu und gerecht und vergibt sie uns! Wärst du bereit dazu?“ „Ja, klar“, entgegnete ich. „wenn das sinnvoll ist mache ich das gerne.“ „Gut“, sagte Gerhard, „dann lass uns beten!“ 

Und so kam es, dass ich im Gebet alle meine esoterischen und okkulten Sünden vor Gott bekannte und IHN im Namen Jesu dafür um Vergebung bat ... und dann der Pastor, die drei Ältesten und Thomas ihre Hände auf mich legten und mir die göttliche Vergebung zusprachen. Dann sagte ich mich  von allen esoterischen-okkulten Praktiken und Verbindungen in die Geisterwelt los und  es betete  jeder der Anwesenden noch einmal einzeln für mich.

Der ganze Vorgang mochte vielleicht eine halbe Stunde gedauert haben. Als ich wenig später mit Thomas wieder die Treppe hinunterging, hatte ich das Gefühl als wenn eine Last von mir abgefallen wäre. Ich verspürte einen tiefen inneren Frieden in mir, wie ich ihn nur mal als Kind nach einer Beichte empfunden hatte. Nun wusste ich, dass mir wirklich meine Sünden vergeben worden waren.Und es   tatsächlich eine weitere göttliche Fügung gewesen war. 

    „Danke,“ sagte ich wenig später zu Thomas, „du hast eine Menge für mich getan. Der Herr segne dich dafür!“ Er lächelte: „Vom Herrn gebraucht zu werden ist schon ein Segen! Bis bald!“ Und nach diesen Worten ging er in die Teestube zurück, während ich mich in die Bücherstube begab.

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