19. Nov, 2016

 

Augustinus ist sicher einer der bedeutendsten Lehrer des Christentums gewesen. Und zwar einer mit einem echten persönlichen Bekehrungserlebnis. Und dies soll sich nach seinem eigenen Bekunden – in Kurzform – wie folgt zugetragen haben.

Schon früh war der junge Augustin durch seine Mutter Monica mit dem christlichen Gedankengut vertraut gemacht worden, allerdings ohne erkennbare Wirkung. Sinnliche Freuden und das philosophische Streben nach Erkenntnis waren viele Jahre die beiden wichtigsten Antriebfedern seines Lebens.

 Im Alter von 33 Jahren war er allerdings dann an einem Punkt angelangt, wo er die christliche Lehre theoretisch für richtig hielt, Aber ihm die letzte Gewissheit fehlte und er überdies es als unmöglich ansah, das Gebot sexueller Keuschheit halten zu können.

 Eines Tages, als ihn wieder einmal seine eigene Unentschiedenheit und Unzulänglichkeit in die Verzweifelung trieb, brach er in Tränen aus. Und er begab sich in den Garten um dort nachzudenken und zu beten. Plötzlich hörte er aus dem Nachbarhaus eine helle Knabenstimme singen: „Nimm und lies!“

Wie einem übersinnlichen Befehl folgend griff er nach einer auf dem Tisch liegenden Bibel und schlug sie auf. Und sein Blick fiel auf : … ziehet den Herrn Jesus Christus an und pfleget nicht die Lüste des Fleisches!“ Ein Satz, der ihn bis ins Mark traf. War hier doch sein Problem auf den Punkt gebracht und gleichzeitig auf die heilende „Medizin“ verwiesen.

Im gleichen Moment „strömte das Licht der Sicherheit in mein Herz ein“, schrieb er in seinen Bekenntnissen. Aus dem Zweifler war von Stund an ein gläubiger Christ geworden und zwar einer, „der nun auch kein Weib mehr begehrte“. Und dessen Weg zu seiner eigentlichen großen Bestimmung, ein Lehrer der Christen- und Menschheit zu werden, freigelegt war.

Natürlich kann man solchen Erweckungs- oder Bekehrungserlebnissen skeptisch gegenüber bleiben. Sie als eine völlig überzogene Deutung eines gestressten, überreizten Menschen abtun. Aber wer es selbst erlebt hat, wenn so ein Wort des Herrn einen unmittelbar trifft – und ich gehöre zu diesen Menschen – der kann recht gut nachvolziehen, was damals in jenem Garten des Augustin passiert ist. Wenn das Wort des HERRN einen wirklich trifft, bleiben erst einmal keine Fragen mehr offen. Die Zweifel haben sich dann in eine geschenkte Gewissheit verwandelt.

16. Nov, 2016

 

Vor vielen Jahren hatte ich flüchtig mit Erna G., einer damals vielleicht 50 - jährigen Witwe, zu tun. Sie erzählte mir einmal, als ich auf Einladung ihrer Töchter bei ihr zuhause war, folgende bemerkenswerte Geschichte:

Einige Jahre zuvor war ihr Mann plötzlich an Krebs erkrankt und die ärztlichen Prognosen waren nicht gut. Er, wie Erna ein gläubiger Christ, wollte dies keineswegs akzeptieren. Er fühlte sich zu jung zum Sterben und so bat er, zusammen mit seiner Frau, in inständigem Gebet Gott um Heilung. Und auch in der Düsseldorfer Pfingstgemeinde wurde intensiv für ein Wunder gebetet.

„Als ich eines Tages vom Einkaufen nach Hause kam,“ sagte Erna, „sah ich vom Flur aus unser Wohnzimmer hell erleuchtet. Aber von einer solchen strahlenden Helligkeit, dass es nicht von unseren Lampen kommen konnte. Ich wagte nicht das Zimmer zu betreten.“

Später, als das Licht verschwunden war, tat sie es dann. Ihr Mann saß in seinem Lieblingssessel, schaute sie an und sagte: „Jesus war gerade hier. Er hat mir gesagt, dass ich meinen Kampf gegen den Krebs aufgeben solle. Er wolle mich heimholen.“ Der Mann starb tatsächlich einige Zeit später.

Bei manch Anderem hätte ich mich möglicherweise gefragt, ob mir hier ein Bär aufgebunden werden soll. Bei Erna habe ich mir diese Frage nie gestellt. Sie war für mich immer ein Beispiel für einen festen, aber niemals zur Schau gestellten Glauben. Eine durch und durch glaubwürdige und seriöse Frau. Ich bin fest überzeugt, dass diese Geschichte wirklich – wie geschildert – stattgefunden hat.

 

10. Nov, 2016

 

Und da die Eselin den Engel des HERRN sah, fiel sie auf ihre Knie unter Bileam. Da ergrimmte der Zorn Bileams, und er schlug die Eselin mit dem Stabe.  Da tat der HERR der Eselin den Mund auf, und sie sprach zu Bileam: Was habe ich dir getan, daß du mich geschlagen hast nun dreimal?  Bileam sprach zur Eselin: Weil du mich höhnest! Ach, daß ich jetzt ein Schwert in der Hand hätte, ich wollte dich erschlagen ...
    Da öffnete der HERR dem Bileam die Augen, daß er den Engel des HERRN sah im Wege stehen und ein bloßes Schwert in seiner Hand, und er neigte und bückte sich mit seinem Angesicht  (4. Mose 22)

Tiere, die sprechen können? Das kennen wir doch nur aus Märchen und Comics, oder? Ist die Bibel also doch nur - wie  von manchen  Kritikern gern behauptet - ein Märchenbuch? Nun, man sollte von einer Sache nicht gleich auf das Ganze schließen.
  Und ist die Sache wirklich so abwegig. Können wir wirklich ausschließen, dass Tiere denken können? Und sollte es Gott - so ER denn nun existiert - unmöglich sein, eine Eselin ihre Gefühle in menschlicher Sprache ausdrücken zu lassen? Gewiß. wir können uns nicht so recht vorstellen, wie das funktionieren könnte.... aber wir können uns so Vieles nicht wirklich vorstellen, oder?
 
Kommen wir aber zu dem eigentlichen Thema. Hubertus (658-727), ein adliger Pfalzgraf und königlicher Diplomat wohnhaft in der Nähe von Lüttich, konnte seinen Kummer über den Tod seiner jungen Ehefrau Flroribane einfach nicht verwinden und stürzte sich in allerlei weltliche Vergnügungen

Da geschah es, daß er, in den tiefen Wäldern der Ardennen seiner Lieblingsbeschäftigung, der Jagd, nachgehend, einen kapitalen Hirsch aufspürte. Zur Verwunderung des leidenschaftlichen Jägers blieb der Hirsch ruhig vor ihm stehen. Schon hatte er den Bogen gespannt, um ihn zu erlegen, da erblickte er zwischen den Geweihstangen des Hirsches ein leuchtendes Kreuz. Und während er sich noch wunderte, kam der Hirsch furchtlos auf ihn zu und sagte: "Was habe ich dir getan? Warum willst du mich töten? ...
    Betroffen sank er in die Knie. Jetzt vernahm er eine Stimme, die ihn mahnte, über den Dingen dieser Welt das ewige Leben nicht zu vergessen.
    Diese Erscheinung beeindruckte Hubertus derart, daß er sich mit ganzer Seele Gott zuwandte. Er verließ den Hof, verzichtete auf seine Ämter, verschenkte sein Vermögen an die Armen und zog sich in die Einsamkeit der Ardennen zurück, wo er eine Zeitlang als Einsiedler lebte. Dann begab er sich zu Bischof Lambert von Maastricht, der den Verwandelten belehrte und zum Priester weihte.

Als jener Bischof Lambert 708 starb,wurde natürlich ein Nachfolger gesucht:

Papst Sergius, der heilige Mann, erhielt in einem Gesicht die Weisung, den Pilger Hubertus zum Nachfolger des Ermordeten zu weihen. Als Hubertus  sich heftig wehrte, die Würde anzunehmen, erschien ein Engel vom Himmel, der ihn die bischöfliche Stola umlegte, worauf er, den Willen Gottes erkennend, sich alsbald fügte.
    Der Geweihte zog nach Maastricht zurück, um sein ihm von Gott auferlegtes Amt zu übernehmen. Er waltete als Bischof viele Jahre lang zum Segen des Landes und missionierte vor allem in seinem früheren Jagdgebiet, den Ardennen, unter großer Mühsal und Anstrengung, denn dort waren zu dieser Zeit die heidnischen Bräuche noch fest verwurzelt.


Sicherlich eine sonderbare Geschichte? Aber sonderbarer als die Bekehrung des Paulus, dem Jesus in einer himmlischen Vision erschienen ist ? Und spricht seine abrupte Lebenswende nicht dafür, dass wirklich etwas sehr Einschneidendes in seinem Leben geschehen sein muss? 
    Wir sollten da nicht zu voreilig mit unserem naturalistisch geprägten Verstande urteilen ... wie sagt die Bibel: "Bei Gott ist kein Ding unmöglich!" ...wohl auch kein sprechender Hirsch mit einem Lichtkreuz im Geweih

10. Nov, 2016

 

Blaise Pascal 1623-1662) galt zu seiner Zeit als ein mathematisches und philosophisches Genie.  Man nannte ihn häufiger den Archimedes von Paris.
   Im Alter von 23 Jahren (1646)  fand er - in einer seiner vielen Krankheitsphasen -  zum christlichen Glauben. Geriet aber schnell auf "Abwege":

In den Jahren 1648-54 ging es Pascal gesundheitlich besser. Es begann seine sogenannte weltliche Periode. Er bezog eine luxeriös ausgestattete Wohnung, hielt sich einen Stab von Bediensteten ud fuhr in einer vier- bis sechsspännigen Kutsche durch Paris. Er traf sich vor allem mit seinen neuen religionskritischen Freunden ... befand sich immer in Gegenwart einer schönen gelehrten Frau ... befreundete Glücksspieler


Seine fromme SchwesterJacquelinet, die von dem unchristlichen Lebenswandel ihres Bruders hörte,betete intensiv für Pascal und seine vollständige Bekehrung. Und die ließ dann auch nicht lange auf sich warten:

Als Pascal eines Tages über den Pont de Neuilly kutschierte, scheuten die Pferde und sprangen über die Brüstung in die Seine. Glücklicherweise riss das Geschirr, so dass die Pferde zwar abstürzten, die Kutsche aber am Brückengeländer hängenblieb

Pascal entging um Haaresbreite dem Tode und zog daraus seine Schlüsse:

Diese Rettung interpretierte er als ein Zeichen Gottes. Pascal begann regelmäßig die Gottesdienste in Port Royal zu besuchen und veränderte seinen Lebenswandel radikal


Aber erst eine persönliche Offenbarung Gottes bewirkte dann seine vollständige Bekehrung zum christlichen Glauben. Wie die allerdings konkret ausgesehen haben mag, muss offen bleiben
 
Seine "Pensees" (Gedanken) , die posthum (1670) veröffentlicht wurden, zeugen von seinem tiefen Glauben des viel zu früh "Heimgegangenen" und wirken bis in die heutige Zeit hinein.

21. Okt, 2016

 

Bild von hier (anclicken)

 

Die sich mit Schiffen aufs Meer hinausbegaben, auf großen Wassern Handel trieben, das sind die, die die Taten des HERRN sahen und seine Wunder in der Tiefe.Er redete und bestellte einen Sturmwind, und der trieb seine Wellen hoch. Sie stiegen zum Himmel empor, sie sanken hinab in die Tiefen, es verzagte in der Not ihre Seele. Sie taumelten und schwankten wie ein Betrunkener, es versagte all ihre Weisheit.
    Dann aber schrien sie zum HERRN in ihrer Not: und er führte sie heraus aus ihren Bedrängnissen.Er verwandelte den Sturm in Stille, und es legten sich die Wellen. Sie freuten sich, dass es still geworden war, und er führte sie in den ersehnten Hafen.Sie sollen den HERRN preisen für seine Gnade, für seine Wunder an den Menschenkindern (aus Psalm 107)

1748 – Auf dem Rückweg von Afrika nach Irland geriet das Schiff, auf dem sich der Sklavenhändler, Atheist und Lästerer John Newton befand in einen schweren, tagelangen Sturm. Eines Nachts stand er in sturmgepeitscher See am Steuerrad und er hatte keine Hoffnung mehr, dass sie aus dieser Lage lebend herauskommen würden.
  Sein ganzes Leben zog  an ihm vorbei und ihm war klar, wenn es einen Gott gab, so hatte er schwer gegen IHN und seine  Gebote gesündigt. Er würde mit Gewisssheit – und zu recht –  in der Verdammnis landen.
 
Plötzlich fielen  ihm wieder gelernte Bibelversen aus seiner Kindheit und Jugend ein. Er hatte – auch ohne Beweise – an diesen Gott der Bibel geglaubt. Aber später zu Beginn seiner Seefahrerzeit hatte  ein philosoph gebildeter Offizier mit seine spöttischen Kommentaren bezüglich Gott und  Glauben den Zweifel in sein Herz gesät, und irgendwann war ihm der Glaube abhanden gekommen.
    Später er hatte sich unter seinen Kameraden als ein besonders mutwilliger Gotteslästerer hervorgetan.
Aber angesichts dieser Naturgewalten und dem absehbaren Ende sah er  ein, dass er  nichts mehr zu verlieren hatte. Er schrie in den Sturm: „Gott, sei uns gnädig, rette uns!“
 
Er selber hatte diesen Moment als den Wendepunkt in seinem Leben bezeichnet. Das Schiff überstand den Sturm und erreichte sicher den heimischen Hafen in Irland.
  Er hatte keinen Beweis, dass Gott ihn und das Schiff wirklich  errettet hatte. Aber er begann nun Gott intensiv zu suchen.
  Fortan besuchte er Gottesdienste, betete und las in der Bibel.  Er machte Erfahrungen, die ganz offensichtlich auf IHN zurückgingen. Nach und nach begann er sich der Existenz Gottes  gewisser zu werden und wurde später ein Vorkämpfer für die Abschaffung des Sklavenhandels.
 
Bekannt geworden ist John Newton als Autor von „Amazing Grace“ (Überfließende Gnade):
           
                      Erstaunliche Gnade, wie süß der Klang,
                      Die einen armen Sünder wie mich errettete!
                      Ich war einst verloren, aber nun bin ich gefunden,
                      War blind, aber nun sehe ich.
 
                      Es war Gnade, die mein Herz Furcht lehrte,
                      Und Gnade löste meine Ängste;
                      Wie kostbar erschien diese Gnade
                      In der Stunde, als ich erstmals glaubte!