5. Dez, 2016

90 Minuten im Himmel (2) : Das tragische Ende einer Dienstreise

 

Der kalte Wintertag des Jahres 1989, der das Leben von Don Piper grundlegend verändern sollte, begann mit einem Gottesdienst. Genauer gesagt mit dem Abschlussgottesdienst einer baptistischen Predigerkonferenz in der Nähe des Lake Livingston

Der erste ungewöhnliche Vorfall war, dass der Gottesdienst früher endete als geplant. Und so trat Don Piper die Heimreise in seinem Ford viel früher als vorgesehen an.

Wie der Zufall es so wollte, hatte er drei Wochen zuvor einen Bußgeldbescheid wegen Fahren ohne angelegten Sicherheitsgurt erhalten. Dies fiel ihm an diesem Moment ein und so schnallte er sich dieses Mal an. Ein Umstand, der nicht unerheblich für den weiteren Verlauf des Tages sein sollte.

Schon wenig später befand er sich auf einme Highway, der direkt zum Lake Livingston, einem großen aufgestauten See führte. Um ihn zu überqueren fuhr er auf einen zweispurigen Damm. Am Ende dann ging dieser Damm  in eine schmale Brücke über, die über den Fluß Trintity Rivers führte. Und hier passierte es.

In einer unübersichtlichen Kurve wurde sein Wagen von einem entgegenkommenden - mit viel zu hoher Geschwindigkeit fahrenden - Sattelschlepper erfasst, gegen die Leitplanke gedrückt und überrollt: Mein Ford war völlig zerquetscht und von der Fahrbahn gefegt worden. Nur das Brückengeländer - ( und der Sicherheitsgurt) - hatte mich davor bewahrt in den Fluss zu fallen (und zu ertrinken)

Als die Rettungskräfte am Unfallort eintrafen, konnte kein Pulsschlag bei Don Piper mehr festgestellt worden. Er wurde für tot erachtet und mit einer Folie zugedeckt. Das tragische Ende einer Dienstreise:

Wie durch einen Donnerschlag war mein Leben innerhalb einer Sekunde ausgelöscht worden

***

An dieser Stelle möchte ich eine kleine persönliche Anmerkung einfließen lassen. Meine inzwischen im hohen Alter verstorbene Tante erzählte mir einmal, dass sie meist immer unangeschnallt Auto gefahren war.

Als sie sich auf einmal auf einer längeren Autofahrt befand, verspürte sie auf einmal den starken Impuls sich den Sicherheitsgurt umzulegen.  Leicht irritiert fuhr sie an den Straßenrand und schnallte sich tatsächlich an. Wenige Kilometer später wurde sie unverschuldet in einen schweren Autounfall verwickelt, den sie ohne den angelegten Sicherheitsgurt wohl nicht überlebt hätte.

Fortsetzung folgt