14. Nov, 2016

 


Wenn man dem römischen Geschichtschreiber Sueton (70 -122 n.Chr.) glauben will, so hat es im Jahre etliche Vorzeichen für die Ermordung Julius Caesars gegeben. Unter Anderem soll ihn der Operschauer Spurinna vor den Iden des März ( am 15.März) und einer lauernden Gefahr gewarnt haben. Und seine Frau Calpurnia hatte in der Nacht vor der Ermordung einen entsprechenden Traum und warnte ihren Mann davor in den Senat zu gehen.
 
Nun, wir alle wissen, wie die Geschichte ausging. Caesar schlug die Warnungen - nach einigem Zögern und gutem Zureden seines späteren Mörders Brutus - in den Wind und begab sich am 15. März in den Senat, wo er einer Verschwörung zum Opfer fiel.
 
Ähnliches soll sich auch - nach Sueton - vor der Ermordung Kaiser Domitians (51 -96 n.Chr.) zugetragen haben. Sein Todesjahr begann mit einem unguten Vorzeichen:

Die Fortuna von Praeneste, unter deren Schutz er während seiner gesamten Regierungszeit jedes neue Jahr stellte, hatte ihm regelmäßig ein glückverheißendes Orakel ... verkündet, beim letzten Mal aber verhieß sie gar nichts Gutes, sogar von Blut war die Rede


Der recht abergläubische Domitian nahmso etwas sehr Ernst und seine Besorgnis stieg, als ihm berichtet wurde, dass der Astrologe Ascletario herumerzählte, dass der Kaiser  am 18. September sterben würde. Er ließ ihn umgehend zu sich bringen:

... er stritt auch nicht ab, dass er das, was er (astrologisch) vorhergedehen habe, auch verbreitet habe. Da wollte Domitian wissen, welcher Tod auf ihn (den Astrologen) warte. Als er versicherte, er werde bald von Hunden zerfleischt werden


Domitian ließ daraufhin den Astrologen kurzerhand hinrichten um ihn sozusagen - zu seiner eigenen Beruhigung - der Lüge/falschen Prophetie  zu überführen
 
Als man nun dem Befehl nachgekommen war, erhob sich plötzlich ein Sturm, warf den Scheiterhaufen um und Hunde zerfleischten den halbverbrannten Leichnam (des Astrologen)
 
Dies wurde dem Kaiser berichtet, was natürlich noch größere Furcht bei ihm hervorrief. Schließlich kam jener angekündigte Todestag ... er wachte kurz nach Mitternacht in Panik auf und ließ den Astrologen Larginus Proceleus kommen, welcher den Todeszeitpunkt bestätigte: "Noch vor der fünften Stunde!" Woraufhin Domitian ihn in den Kerker werfen ließ, damit er - eines falschen Orakels überführt - am folgenden Tag hingerichtet werden sollte. Aber es kam anders.
 
Mit Furcht und Zittern fieberte Domitian nun der fünften Stunde entgegen, fragte immer wieder bei seinen Dienern nach ... bis sie ihm schließlich sagten - um ihn zu beruhigen- die sechste Stunde sei angebrochen (was aber nicht stimmte) . Erleichert begab sich der Kaiser daraufhin in sein Bad und wurde dort kurz darauf, noch in der fünften Stunde, von einem Boten ermordet.
 
Tja, was soll man von solchen Geschichten halten? Natürlich kann man nicht beweisen, dass sich alles wirklich so zugetragen hat. Andererseits könnte es aber so gewesen ... es besteht da eigentlich keine Veranlassung an der Aufrichtigkeit Suetons zu zweifeln. Und zu welchem Zwecke sollten solche Geschichten - von Anderen - erfunden worden sein?
 
Im Übrigen gibt es solche Berichte auch zuhauf aus anderen Völkern und Zeiten. Und da verweise ich gerne auch das bekannte Sprichwort: "Wo Rauch ist, da ist auch Feuer". Schlage aber auch vor um alle Astrologen und Magiere einen Bogen zu schlagen, so wie es die Bibel rät.

 

 

 

20. Okt, 2016
  "Ich habe alle Religionsbräuche geübt: den Hinduismus, den Islam, das Christentum, und ich bin auch die Wege der verschiedenen Sekten des Hinduismus gegangen, und ich habe gefunden, dass es derselbe Gott ist, zu dem sie alle streben, wenn auch auf verschiedenen Wegen ..." (Ramakrishna)


Verhält es sich wirklich so? Gibt es wirklich viele verschiedene Wege, die zu Gott führen? Oder ist es eine satanische Täuschung, so wie viele Christen es sehen? Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Jedenfalls nicht, wenn man die Dinge konkret und fair zu untersuchen versucht.
     Natürlich kann man erst am Ende einer Untersuchung ein fundiertes Urteil fällen. Und ich muss zugeben, dass ich bei meinen bisherigen, schon recht umfangreichen Recherchen das ein oder andere Mal an den Punkt gekommen bin, wo mich manche spirituelle Erfahrungen anderer Religionen schon etwas irritiert haben. Sie kamen denen meines Glaubens schon recht nahe. Irritierend nahe!
 
Andererseits ist Vieles für mich recht eindeutig dem dämonisch Okkulten zuzuordnen, wovon aber möglicherweise auch die christliche Religion nicht ganz frei ist. Schon irritierend, nicht wahr?
    Dennoch bin ich mir sehr sicher, dass es nur einen Weg zu Gott gibt. Ich widerspreche Ramakrishna hundertprozentig ... und dies hat zuallererst autobiografische Gründe.
    Am Abend vor meiner  Bekehrung zum christlichen Glauben, also am 5.6.1985, sprach mich ein junger Mann aus Konstanz in der Düsseldorfer Altstadt an. Er erzählte mir von seinem Glauben an Jesus und das Er der einzige Weg zu Gott sei. Ich war irritiert und ...:
 

  ... fragte ihn: "Muss es denn ausgerechnet Jesus sein?  Was ist beispielsweise mit den Moslems und Hindus? Sind sie nicht auch in Kontakt mit Gott? Und was ist mit Ghandi? War er nicht einer der edelsten Menschen, die jemals gelebt haben?“ Er schüttelte den Kopf und sagte: "Schlag mal das Johannesevangelium auf. Kapitel 14 Vers 6!“
          Als ich nach einigem Suchen die Bibelstelle gefunden hatte, las ich sie laut vor: "Jesus sprach zu ihm: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich!"  Ich war geschockt! Hatte ich richtig gelesen? Jesus war der einzige Weg zu Gott? „Ja“, hörte ich Herbert sagen, „du siehst, laut Bibel geht es nur über Jesus zu Gott!“
 
    Ich begann die Dimension dieser Aussage zu begreifen. Wenn das wirklich stimmte, dann war in meinem Leben etwas grundlegend nicht in Ordnung. (Auszug aus "Im Banne des Bösen")


Damals war ich tief verstrickt im Spiritismus, pflegte einen regelmäßigen Schreibkontakt mit der jenseitigen Welt. Und natürlich fragte ich meine "Verwandten" bei nächster Gelegenheit:

  Ich stand auf, goss mir eine neue Tasse Tee ein und setzte mich wieder an den Küchentisch. Plötzlich kamen mir die Worte vom Vorabend wieder in den Sinn. "Jesus ist der einzige Weg zu Gott!" hatte der junge Mann aus Konstanz behauptet und mir ja jene eine Bibelstelle im Neuen Testament gezeigt. Mal davon ausgehend, dass meine “Verwandten” über mein Gespräch vom Vorabend Bescheid wussten, fragte ich nun ohne Umschweife in den Raum hinein: “Stimmt das eigentlich, dass Jesus der einzige Weg zu Gott ist?”
 
  Einen Moment lang geschah nichts, aber dann setze sich das kleine Tischchen wieder in Bewegung: Ja_Jesus_ist_ein_Weg_zu_Gott!_Aber_es_gibt  _noch_viele_andere!                                                     
Ah, so ist es also , dachte ich bei mir selber. Es gibt also doch verschiedene Wege, die zu Gott führen! Meine Neugier war nun gestillt und so wechselte ich das Thema.


Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nicht die geringste Ahnung, dass ich wenige Stunden später nach gewaltigen Fügungen mich zum christlichen Glauben bekehren würde ...und die "Verwandten" der zurückliegenden spiritistischen Wochen sich als dämonische Geister entpuppten... ( wer die ganze hochdramatische Geschichte lesen möchte:   hier )
 
Muss ich dem noch etwas hinzufügen? Warum hätten die Dämonen mir die Wahrheit bezüglich Jesus sagen sollen? Lag vermutlich nicht in ihrem Interesse ... soll er doch ruhig glauben, dass es viele Wege zu Gott gibt, hahaha, der Trottel  ... so ungefähr stelle ich mir die Gedanken meiner damaligen "Gesprächspartner" vor
 
Gut, wer jetzt noch nicht geschafft ist von der Informationsdichte dieses Abschnitts, dem möchte ich noch folgende persönlich erlebte Geschichte ans Herz legen.  Da hatte ich tatsächlich kurzzeitig noch einmal ernsthaft an meinem Glauben gezweifelt, gebetet bekam eine klare Antwort:   Der einzig rettende Name

19. Okt, 2016

 

Ramakrishna, ein berühmter "Hindu-heiliger" des 19. Jahrhunderts, war ein Mystiker par excellence. Von ihm wird glaubhaft versichert, dass er sein halbes Leben in Versenkung und Ekstase zugebracht hat.
 
In jüngeren Jahren war er Priester in einem Tempel der Göttin Kali. Neben dem ganz normalen Tempeldienst verbrachte er freiwillig viele Stunden - im Lotussitz meditierend - vor dem steinernen Standbild der Göttin zu, zunehmend beseelt von einem einzigen Wunsch:

  Mutter, bist du wirklich oder nur eine Einbildung meines Geistes? ... Warum kann ich dich nicht sehen? ( aus dem "Evangelium M" )

Dieser Wunsch, die Göttin sehen zu wollen, wurde zu einer regelrechten Obsession. Er aß und schlief nicht mehr, so dass sich seine ganze Umgebung ernsthafte Sorgen um ihn machte.
Eines Tages, wieder im Tempel vor der Göttin, meditierend, schaut er das große Schwert im Heiligtum an. Und ihm kommt der Gedanke Selbstmord zu begehen:

"Ich stürzte wie ein Toller drauf los, um es zu ergreifen und - plötzlich offenbarte sich die gnadenvolle Mutter ...die verschiedenen Teile des Gebäudes verschwanden spurlos vor meinen Augen, stattdessen sah ich einen Ozean des Geistes, grenzenlos,unendlich ... mein Inneres wurde von einer stetigen Welle unaussprechlicher ... Glückseligkeit durchflutet und ich fühlte die Gegenwart der göttliche Mutter" (aus dem Evangelium M)"

Als normal Sterblicher mag man nur erahnen, was er erlebt haben könnte. Yogananda, ein hinduistischer Guru neuerer Prägung, versuchte es Ramakrishna nachzumachen. Er ging frühmorgens in einen Kali-tempel und meditierte vor dem steinernen Standbild. Mit recht wenig Erfolg.

  "Schweigende Mutter aus Stein, betete ich, du hast die Bitte deines Sohnes Ramakrishna erfüllt, warum erhörst du nicht das Flehen deines Sohnes, der sich so sehr nach dir sehnt?"

Aber die "Göttin" blieb stumm!
    Um die Mittagszeit herum wurde der Tempel geschlossen und er begab sich enttäuscht in den Hof:

  "Göttliche Mutter", klagte ich ..., "Du bist mir nicht erschienen und nun verbirgst du dich hinter geschossenen Tempeltüren" 

Und plötzlich hatte die "Göttin" ein Einsehen:

" ... erweiterte sich der Tempel vor meinen erstaunten Blicken ins Unermeßliche. Seine Tore öffneten sich langsam und enthüllten das steinerne Bild der Göttin Kali. Allmählich nahm die Statue Leben an und nickte mir lächelnd und grüßend zu."

Die ganze Vision/Erscheinung dauerte eine ganze Stunde lang mit ebenfalls einer räumlichen Bewusstseins-erweiterung. Am Ende bittet er die Göttin um einen Gefallen seinen Schwager betreffend:

Das schöne Bildnis, dass  bisher stumm gewesen war, begann nun zu sprechen: Dein Wunsch soll erfüllt werden!"

  Was dann selbstredend auch geschah!
Mal vorausgesetzt, dass die Dinge so wie berichtet, geschehen sind, wären es natürlich gewaltige mystische Erfahrungen. Die ich persönlich aber eher erschreckend als bewundernswert empfinde. Für mich - als Christen - wären sie ein recht eindeutig dämonisch - okkulten Ursprungs.
    Wobei natürlich sofort die Frage auftaucht: Und wie ist das mit den Marienerscheinungen in der katholischen Kirche? Aber darauf möchte ich an dieser Stelle erst einmal nicht näher eingehen.

17. Okt, 2016

 

Die Verzückungen kamen mit solcher Gewalt über sie, dass sie sich umsonst zu Wehr setzte. Dabei erhob sich ihr Körper von selbst vom Boden und schwebte frei in der Luft über der Erde, während ihr Antlitz eigenartig zu leuchten begann. ...
    Nicht nur Nonnen sahen dieses Schweben, auch Damen der Gesellschaft waren einmal zugegen, als ihr dies während einer Predigt widerfuhr, was ihrem fraulichem Schamgefühl peinlich war.
    (aus "Teresa ... " von Walter Nigg)

Teresa von Avila gilt als eine der großen Mystikerinnen des Mittelalters und es kann eigentlich keinen ernsthaften Zweifel an den Schwebezuständen (Levitation) geben, geriet sie doch u. a. deswegen in den Verdacht dämonischer Besessenheit von Seiten der katholischen Obrigkeit. Später wurde es dann aber als göttliches Wirken angesehen.
  Ein anderer recht gut belegter Fall ist "Der fliegende Josef";

 

 

Die Levitation des heiligen Josef von Copertino oder St. Copetrtino (1603-1663) ist ein gut dokumentierter Fall über das freie Fliegen eines Menschen ohne Hilfsmittel.
    St. Joseph von Copertino schwebte manchmal nur einige Zentimeter über dem Boden, flog aber auch hoch in die Luft. Das geschah teilweise vor großen Menschenmengen in ganz Italien. Der Prozess seiner Heiligsprechung beinhaltete eine eingehende Prüfung. So wurden in diesem Fall viele schriftliche Aufzeichnungen, darunter 150 Augenzeugenberichte, mit detaillierten Informationen über St. Copertinos Levitationen ausgewertet.
   
Diese hielten einer Überprüfung stand. Die Aufzeichnungen erstreckten sich über 35 Jahre und enthielten Zeugen auf höchsten gesellschaftlichen Ebenen, darunter Kardinäle, ein Papst und selbst Inquisitoren.
    Zu dieser Zeit besaß die Kirche keine Motive, um einen vorgeblichen Wundertäter zu fördern. Über die Jahre erfuhr St. Copertino genauso viel Misstrauen wie Offenheit durch die Kirche. Man schickte ihn von einer Stadt in die andere und er erhielt auch Drohungen, seine Levitationen zu unterlassen, da sich, wo immer er sich auch aufhielt, sofort eine große Gruppe von Anhängern um ihn bildete.
 
Die Kirche hätte St. Copertino leicht als Häretiker abstempeln und seine Levitationen als Symptom dämonischer Besessenheit beurteilen können. Er musste sich auch tatsächlich einem Verfahren stellen. Aber der Inquisitor hatte keine geheimen Motive erkennen können. Copertino war völlig demütig und schämte sich wegen seiner Fähigkeiten.
    Seine Levtationen geschahen nicht absichtlich, sondern in einem Zustand der Extase. In bestimmten Momenten schien St. Copertino so gerührt zu sein, dass er in einen anderen Bewusstseinszustand eintrat und zu schweben begann. Er vergaß alles um sich herum, obwohl er mit seinem Verhalten Aufsehen erregte.
 
Der Wissenschaftler Dr. Michael Grosso hat ein Buch über diesen besonderen historischen Fall von Levitation verfasst „The Man Who Could Fly: St. Joseph of Copertino and the Mystery of Levitation“.
    Bereits 1753 verfasste Angelo Pastroviechi das Buch „Kurzer Inbegriff des Lebens und der Tugenden und Wunder des seligen Joseph von Copertino“  ( Quelle: Internetblog )
   
Viele Persönlichkeiten hatten großes Interesse, selbst Augenzeuge dieses Wunders zu werden. Unter anderem haben Prinzessin Maria von Savoyen und König Johann II Kasimir von Polen ihre Beobachtungen unter Eid bestätigt.(Wikipedia)


 Sicherlich allgemein bekannt ist, dass solche Levitationen im Buddhismus/Hinduismus vielfach berichtete und überlieferte Phänomen sind. Aber es gibt sie – angeblich – auch in ganz weltlichen Bereichen:
 

  In neuerer Zeit erregte auch Daniel Dunglas Home (1833–1886) aus Currie nahe Edinburgh, Schottland, großes Aufsehen. Er zeigte seine unerklärlichen Kunststücke regelmäßig einem großen Publikum. Bekannte Persönlichkeiten und Skeptiker haben das beobachtet, darunter Napoleon III, Fürst Metternich, die britische Königin, Mark Twain, Thackeray, John Ruskin, Rosetti und Edward Buwler-Lytton. Keiner der Versuche, ihm Betrug nachzuweisen, gelang.
   
Der an Parapsychologie sehr interessierte William Crookes, Präsident der Royal Society, schrieb im damals wichtigsten Wissenschaftsblatt, dem „Quarterly Journal of Science“, welch innerer Widerstreit in ihm herrscht zwischen seinem unumstößlichen Wissen und dem mit Augen und Händen Erlebten. In seiner spektakulärsten Vorführung soll Home in London aus einem Fenster im dritten Stockwerk und durch ein anderes wieder in dasselbe Haus geflogen sein. (Wikipedia)


 Gut, wie aber soll(t)en wir dieses Phänomen Levitation nun bewerten? Persönlich hege ich keinen Zweifel an dem Phänomen selber, finde aber eine Bewertung schwierig … ist es göttlich, dämonisch oder eine erweiterte menschliche Fähigkeit im Zustande der Ekstase oder des Trance?
    Oder kommt es vielleicht auf den äußeren Zusammenhang an? Ist es mal göttlich, mal dämonisch und manchmal eine erweiterte menschliche Fähigkeit?
 
Es gibt ja die Legende von Simon, dem Magier, der angeblich in einem Wunderwettbewerb (vor Publikum) einen Vogelflug absolvierte. Sein angebliches Pech war, dass Petrus ein Gebet sprach und er plötzlich wie ein Stein zu Boden fiel

13. Okt, 2016

 

 

Zum ersten Mal geschah es zur Sommerzeit am hellen Mittag, Sie befand sich im Garten des elterlichen Hauses, als zu ihrer Rechten, von der Kirche her, eine helltönende Stimme schallte. Zugleich strahlte ihr ein Lichtglanz, blendender als die Sonne, entgegen. Sie unterschied die Gestalt eines Engels, der von anderen Engeln umgeben war, ... sie selbst gab an: "alles was ich Gutes getan habe, tat ich auf Befehl meiner Stimmen!"
( aus dem amtlichen Bericht über den Prozess gegen Johanna v. Orleans , gefunden in  Edward Lucie Smith`s Biografie)

 

Johanna von Orleans (1412-1431) ist sicherlich eine der schillerndsten Figuren der Weltgeschichte. Wie aus dem nichts erschien sie als junges Mädchen auf der politischen Bühne Frankreichs und führte binnen eines Jahres eine geradezu unglaubliche Kriegswende im Hundertjährigen Krieg zwischen Frankreich und England herbei. Das bereits am Boden liegende Frankreich gewann unter ihrer Führung einige entscheidende Schlachten.
 
Wer ihre Lebensgeschichte liest kann sich wohl kaum des Eindrucks erwehren, dass hier höhere Mächte walteten. Denn ihr kurzer Gang durch die Weltgeschichte war von schier unglaublichen, bezeugten Zeichen und Wundern begleitet.
 
Darüber waren sich sowohl die Franzosen als auch die unterliegenden Engländer einig, aber man stritt über die Quelle des Übernatürlichen. Während die Franzosen sie als ein Werkzeug Gottes betrachteten, sahen die Engländer eher ein Werkzeug des Teufels in ihr.
 
Ich möchte mich da ausdrücklich eines Urteils enthalten. Im späteren gut dokumentierten Prozess nach der Gefangenennahme durch die Engländer sprach sie von „Erscheinungen“ und „Stimmen“, die sie begleiteten, ihr rieten  und  jenes Zukunftswissen gaben, dass schon verblüfft. So sagte sie erwiesenermaßen mehrere Ereignisse exakt voraus.
 
Wie sich auch immer die Dinge in Wirklichkeit verhalten haben mögen, so ist sie doch der lebendige Beweis, dass es „zwischen Himmel und Erde mehr Dinge gibt als man allgemein heutzutage in sogenannten aufgeklärten Kreisen annimmt“ (frei nach Shakespeare)